Eine PSP „to go“
Die PSP Go von Sony wird ab dem ersten Oktober verfügbar sein. Technisch weicht sie nicht sehr stark von der Original PSP ab. Trotzdem markiert sie vielleicht den Anfang einer neuen Philosophie auf dem Spielemarkt.
Im Vergleich zum Vorgänger ist die PSP Go deutlich kleiner ausgefallen. Dies hat zwei Hauptgründe. Zum einen wurde das Display von 4,3 auf 3,78 Zoll verkleinert, zum anderen Befinden sich die Bedienelemente nun nicht mehr an den Seiten, sondern unter dem Display. Dieses wird wie bei einem Slider-Handy nach oben geschoben. Laut ersten Erfahrugsberichten, haben die Tasten einen vernünftigen Druckpunkt und sind auch sonst gut verarbeitet.
Im Inneren ist weitestgehend alles gleich geblieben. Der größte Unterschied ist die Abwesenheit eines UMD-Laufwerkes. Statt dessen hat Sony der Konsole einen Speicher von 16GByte spendiert. Doch moment. Kein Laufwerk? Wie kommen dann die Spiele auf die Konsole? Genau hier setzt die neue Philosophie an. Wer auf der PSP Go spielen will, muss die Software dafür künftig online direkt auf das Gerät herunterladen. Zugegeben, ganz so neu ist die Idee nicht. Bei diversen Spielehandys ist das Gang und Gebe. Es ist jedoch das erste Mal, dass einer der Klassischen Konselenhersteller sich für diese Variante entscheidet. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich diese Art des Vertriebs in Zukunft als Standard durchsetzt.
Die PSP Go hat allerdings noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen. So dauert das Herunterladen einer Demo mit einem Gigabyte über WLAN rund 1,5 Stunden. Damit lässt sich nicht mal eben spontan ein Spiel mitnehmen. Mit 16GByte ist der Speicher zwar recht groß, doch auch der wird irgendwann voll. Dann geht das Herumgeschiebe von Spielen und Videos los. Ein großer Niederländischer Spielehändler boykottiert, die PSP Go sogar. Denn für eine Konsole ohne Laufwerk, kann man auch keine Spiele verkaufen. Zumindest nicht auf traditionelle Art und Weise. Sollte sich das Modell des Onlinevertriebs zum Standard mausern, müssten klassische Spielehändler um ihre Existenz bangen.