Nintendo wehrt sich gegen Raubkopierer

Nintendo sieht sich sinkenden Absatzzahlen für DS Spiele gegenüber. Experten sind der Ansicht, dass unter anderem das R4 Modul, welches das Abspielen von illegal kopierten Spielen auf dem DS erlaubt, dafür verantwortlich ist. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des letzten Jahres sind Anfang dieses Jahres rund 13 Prozent weniger Spiele für mobile Konsolen verkauft worden. Nintendo will nun durchgreifen und Holt sich dazu einige Asse an Bord.

Der Spielekonsolenhersteller hat mit Neil Boyd einen erfahrenen Verfechter des Urheberrechts zu sich geholt. Boyd hatte in der Vergangenheit als Rechtsberater für die IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) gearbeitet und war auch für Warner Brothers tätig. Er vertrat die Interessen der Musikindustrie gegen Internettauschbörsen und ging gegen illegale Raubkopien vor. Mit dabei sind noch Jonathan Tully der für Universal Music gearbeitet hat und Matthias Damm. Der Letztere war am Institut für Informationsrecht tätig.

Um in Zukuknft die Verbreitung von illegalen Raubkopien einzudämmen, und dem Unternehmen Umsatzverluste zu ersparen, die sich in der Branche in der ersten Hälfte des Jahres auf rund 136 Millionen Euro beliefen, sollen vier verschiedene Strategien verfolgt werden. Zunächst einmal sollen Software-Piraten und Herstellen von Kopiermodulen juristisch verfolgt werden. Konsumenten werden besser aufgeklärt. Zudem soll mehr politischer Druck ausgeübt werden um zum Beispiel auch Internetprovider zur Zusammenarbeit mit der Spieleindustrie zu bewegen. Ausserdem sollen bessere technische Maßnahmen entwickelt werden um das Kopieren von Spielen zu erschweren.

Die Vertreiber der R4 Module für den Nintendo DS wurden von Boyd bereits gewarnt. Würden sie die Module weiterhin vertreiben, so würden sie dadurch die Beziehungen zu Ninteno auf dauer schädigen.

Datum & Uhrzeit: 01.09.2009, 09:23 Uhr - Kategorien: Allgemein
Bisher gibt es 0 Kommentare:

Schreiben Sie uns Ihre Meinung!