Ohne Steuerung geht nichts ─ der Controller
Beim Konsolenspiel geht nichts ohne Controller. Er ist der Fixpunkt, um den sich die Hände mit Druck legen, wenn Gegner besiegt werden wollen, ob auf dem Schlachtfeld, auf der Rennstrecke, auf dem Spielfeld oder in den dunklen Biegungen einer virtuellen Kanalisation. So wie die Konsolen untereinander um die Gunst der Spieler wetteifern, so ist es auch Aufgabe des Controllers, Spieler im wahrsten Sinne des Wortes zu binden – schließlich hilft es dem besten Spiel nichts, wenn die Spielerschaft mit dem Eingabegerät nicht zurechtkommt.

Ein simples Prinzip: von Intuition zur Konvention
Seitdem Gamer zurückdenken können, finden sich keine Ausnahmen für die grundlegende Anordnung von Steuerkreuz und Tasten, nämlich Steuerkreuz links – Tasten rechts. Was schon beim Gameboy begann, setzt sich bis zur PlayStation 3 oder der xBox 360 fort. An diesem Prinzip ändert auch die zunehmende Zahl der Knöpfe nichts, die der steigenden Komplexität der Spiele geschuldet ist. Triggertasten wie der Z-Trigger beim N64-Controler oder die inzwischen herkömmlichen Schultertasten auf beiden Seiten verändern also bloß den Umfang, nicht aber das Prinzip.
Die Revolution: von digital zu analog
Der wohl einschneidendste Schritt in der Controller-Geschichte war wohl das Upgrade vom digitalen zum analogen Steuerkreuz. Erstmals mit Sonys Analog-Pad auf den Markt gebracht, zeigte sich schnell der gewaltige Unterschied zwischen dosierter und undosierter Eingabe, denn während im Digitalmodus nur die Entscheidung zwischen „Tastendruck“ oder „Kein Tastendruck“ möglich ist, differenzieren analoge Geräte zwischen den verschiedenen Druckstärken. Erst mit dem Analog-Stick wurde es möglich, in Rennspielen immer genau so viel Gas zu geben, wie gewünscht. Inzwischen gehören Analog-Sticks zu Controllern wie ein Fernseher zur Konsole.
Faktor Ergonomie: immer in der Spur bleiben
Das wohl wichtigste Kriterium beim Vergleich von Controllern ist wohl das bloße Gefühl, mit dem der Controller in der Hand liegt. Nicht nur unter Fans liegt hier das Joypad des Game Cube ganz weit vorne, jedoch nur bis zu einer gewissen Handgröße. Dabei geht es bei der Ergonomie nicht bloß um schöne Gefühle beim Anfassen; sie ist wichtig, um in schnellen und schwierigen Situationen zuverlässig die richtigen Knöpfe zu treffen, ohne den Kopf senken zu müssen.
Beweis für den Erfolg: Konsolen-Gamepads für den PC
Obwohl PC-Spieler sich oft dafür rühmen, mit Maus und Tastatur bestens bedient zu sein, ist es sicherlich kein Zufall, dass es schon seit vielen Jahren Controller nach Konsolenvorbild auch für den PC gibt, meistens aber auch in Verknüpfung mit den einzelnen Genres. Denn während Maus und Tastatur bei Shootern und Strategiespielen vielleicht tatsächlich sehr präzise arbeiten, schlägt die Stunde des Controllers bei Sportspielen und Jump´n´Runs aller Art.