Speicherkarte

Mit der Speicherkarte immer auf der richtigen Seite

Jeder Highscore, jeder Spielstand und jedes freigeschaltete Special ist nur dann etwas wert, wenn es auch gespeichert werden kann. Was bei PC-Spielen über die ohnehin vorhandene Festplatte möglich ist, verlangt in der Welt der Konsolen nach ein wenig mehr Investition. Sowohl bei mobilen als auch bei stationären Konsolen ist deswegen die Speicherkarte ein unverzichtbares Zubehörteil, das zudem in jede Hosentasche passt und dem Begriff Datentransfer eine ganz neue Bedeutung verleiht.

Speicherkarten: eine vorübergehende Erscheinung

Mit Speicherkarten verhält es sich gegenläufig zu den meisten anderen Entwicklungen auf dem Konsolenmarkt. Denn in den ersten Konsolen-Generationen waren Speicherkarten überhaupt nicht nötig. So war es am Anfang gar nicht möglich, etwa auf dem Gameboy einen Spielstand zu speichern, später jedoch wohl, und zwar direkt auf dem Modul. Die Kapazität war hierbei vergleichsweise gering, reichte allerdings völlig aus, da die Spiele zum Einen weniger komplex waren und deswegen weniger Speicherplatz benötigten, zum Anderen aber auch deshalb, weil auf jedem Modul nur die Spielstände des jeweiligen Spiels gespeichert wurden. Den Wert einer Speicherkarte weiß man meistens erst, wenn man sie nicht hat
Erst ab Mitte der Neunziger änderten sich die vorherrschenden Verhältnisse. Dadurch, dass neue Konsolen wie die PlayStation auf CDs als Datenträger zurückgriffen, die natürlich keine Speichermöglichkeit mehr boten, führte an der Benutzung von Speicherkarten kein Weg mehr vorbei. Doch auch Konsolen derselben Generation, deren Spiele immer noch auf Modulen erschienen – namentlich der Nintendo 64 – sahen sich plötzlich mit der Notwendigkeit eines externen Speichers konfrontiert. Der Kauf einer Speicherkarte konnte somit kategorisch zum Kauf einer Konsole hinzugerechnet werden; ein Umstand, an dem sich für ungefähr ein Jahrzehnt nichts änderte, bis zum Erscheinen der siebten Generation von Konsolen. Playstation 3 und xBox 360 verfügten erstmals über eingebaute Festplatten, die sowohl zur Installation von Spielen als auch zum Speichern von Spielständen dienten. Auch hier heißt die Ausnahme einmal mehr Nintendo, dessen Wii immer noch auf Speicherkarten setzt.

Der Standard im Konsolenbereich: keine einheitlichen Standards

Langjährige Konsolenspieler werden es kennen: Beim Kauf einer Speicherkarte muss darauf geachtet werden, die richtige Karte für die passende Konsole zu kaufen. Vereinheitlichte Standards sucht der geneigte Spieler vergebens, sodass jede Konsole ausschließlich mit den dafür vorgesehenen Karten verwendet werden kann. Verantwortlich dafür sind die Hersteller selbst, die sich dadurch einen besseren Absatz der eigenen Produkte erhoffen. Glücklicherweise gewinnt der Markt durch etliche Drittanbieter an Vielfalt, deren Produkte zwar keine originalen Markennamen tragen, aber häufig mit größerer Kapazität zum kleineren Preis überzeugen. Im Endeffekt ist es nämlich auch hier der Inhalt, der wirklich zählt.