Go Play mit der xBox 360!
Namen entspringen nur selten dem Zufall – so auch bei der xBox. Dass der Rufname der Spielekonsole einst aus der Projektbezeichnung „Xenon“ hervorging, erscheint umso treffender, da Xenon als 54. Element des Periodensystems zu den Edelgasen zählt. Die edle xBox 360 stellt die zweite Generation von Microsofts Konsolenfamilie dar und profitiert dabei nicht unwesentlich vom wichtigsten Geschäftsfeld des Software-Riesen, nämlich dem Computer- und Softwaremarkt.
Herkunft verpflichtet: die xBox als Kind Microsofts
Seit der siebten Konsolengeneration, zu der auch die PlayStation 3 und die Nintendo Wii gehören, sind Features wie Internetzugang und eine PC ähnliche Bedienung der Konsole mehr oder weniger zum Standard geworden. Besonders deutlich wird dies allerdings bei der xBox, deren technische Daten sich beinahe so lesen, als stammten sie aus einem Heimrechner. Mit einem Dreikern-Prozessor, dessen Taktfrequenz bei 3,2 Gigahertz liegt und einem Grafikchip der AMD-Tocher Ati ist die xBox 360 der erste und bislang auch größte Schritt in Richtung Verschmelzung von Konsolen und PCs. Die Möglichkeit, nach Belieben zwischen anschließbaren Festplatten mit Kapazitäten zwischen 20 und 250 Gigabyte wechseln zu können, unterstreicht den Charakter der xBox.
Gegen alle Widerstände: Microsoft und falsche Pferde
Auch bezüglich der Medienwiedergabe stellt die xBox den Gegenpart zur PlayStation 3 dar, denn während diese als Player für das Sony eigene Blu-Ray-Format dient, spielt die xBox 360 HD-DVDs ab – allerdings nur unter Hinzunahme eines externen Laufwerks, das separat erworben werden muss. Ob sich das trotz des niedrigen Preises von weniger als zehn Euro lohnt, darf allerdings bezweifelt werden, da das Medium HD-DVD inzwischen keine Zukunft mehr hat. Beim Kauf einer xBox gilt es also, sich auf dessen eigentliche Stärken zu konzentrieren: das Spielen an sich.
Das Aushängeschild: Halo
So wie jeder Konsolenhersteller Titel hervorbringt, die nicht plattformübergreifend erscheinen, sondern ganz exklusiv für eine bestimmte Konsole, kann auch die xBox auf ein hauseigenes Portfolio verweisen, dessen Kopien millionenfach gespielt werden. Am charakteristischsten für die xBox ist dabei wohl die Halo-Serie, die schon bei der ersten xBox ihren Anfang nahm und kurz danach auch auf dem PC erschien, was bei Microsoft natürlich kaum überraschend ist. Der Multiplayershooter in der Ringwelt kann mit Freunden zusammen im Wohnzimmer gespielt werden, aber natürlich auch durch die Leitungen des unendlichen Webs. Reaktionen am Steuer sind hierbei ebenso gefragt wie Präzision am Abzug, auch physikalische Dinge, wie die Fahrphysik, dürfen nicht in dem Maße missachtet werden, wie es in anderen Shootern der Fall ist. Dank der Vibration des wahlweise kabelgebundenen oder kabellosen Controllers wird jedoch gewährleistet, dass Fehler so weit wie möglich vermieden werden, ganz im Sinne eines automatisierten Lernprozesses, der wohl jedem Spiel innewohnt.