Tanzspiele

Von wegen 1,2, Wechselschritt. Tanzspiele sind DER Renner schlechthin

Tanzspiele sind zurzeit stark im Kommen, obwohl sie bereits seit vielen Jahren existieren. Wie so oft war es auch bei den Tanzspielen eine Frage der technischen Umsetzung, sie salonfähig zu machen. Doch inzwischen ist es so weit: Dank fortschrittlicher Konsolen wie der Nintendo Wii oder der xBox 360 ist der Unterschied zwischen realem und virtuellem Tanz kleiner denn je.

Nintendo als Tanzpartner: flotte Sohlen garantiert

Mit der Wii Spielekonsole lässt es sich leichter tanzen als auf so manchem echten Parkett. Grund dafür ist die Tanzmatte namens Dance Performance 2. Diese garantiert die Unterstützung aller aktuellen und noch erscheinenden Tanzspiele für die Wii. Titel wie Dance Dance Revolution, das inzwischen aus mehreren Teilen besteht, schreien also geradezu nach der Tanzmatte, die in Sachen Genauigkeit und Reaktionsfreudigkeit keine Kompromisse kennt. Weitere Spiele, die zur tänzerischen Betätigung mit der Wii einladen, sind Step to the Beat und ExerBeat, ein Workout, das den sportlichen Aspekt noch mehr betont als die anderen Games.

Die xBox kontert mit Kinect

Bei den Tanzspielen der xBox fallen direkt einige große Namen auf. Den Anfang macht Dance with Mel B, benannt nach dem wohl schrillsten aller ehemaligen Spice Girls, das dem Spiel mehr als nur den Namen geliehen hat. Noch deutlich bekannter ist der Namenspatron von Michael Jackson: The Experience. Möglich ist die Begegnung mit dem King of Pop durch Microsofts Kinect-System, einer Sensor-Kamera, deren scharfes Auge die Bewegungen der Tänzer wahrnimmt und an die Konsole weitergibt.

Fazit: viele Vorteile – aber ein Nachteil

Tanzspiele für die Konsole sind gut, beinahe beängstigend gut. Nicht nur, dass sie Spieler von der Couch holen und an eine etablierte Sportart heranführen, sind sie zudem gut strukturiert und geben eine klare Linie vor. Dass klassische Tänze wie Tango, Foxtrott oder Walzer dabei kaum eine Rolle spielen, kommt der Zielgruppe nur entgegen.
Dennoch gibt es einen Grund, warum echte Tanzkurse auch in Zukunft nicht von Konsolen-Tanzspielen ersetzt werden können: der Faktor Berührung. Die oftmals heiße Dynamik, die sich beim Tanzen zwischen den Partnern entwickelt, kann von keinem Konsolenspiel simuliert oder gar herbeigezaubert werden. Das ist jedenfalls der aktuelle Stand der Dinge und hat keinen Anspruch auf ewige Gültigkeit. Denn wenn es eines gibt, was jedermann inzwischen über Konsolen wissen sollte, dann die Tatsache, dass nichts unmöglich ist und alles nur eine Frage der Zeit zu sein scheint.