Retro-Konsolen

Das waren noch Zeiten ─ Retro Konsolen aus längst vergangenen Zeiten

Retro ist eines der Modewörter, dessen Verwendung im deutschen Sprachgebrauch fest verankert ist, nicht aber die genaue Übersetzung. Retro steht wörtlich für rückwärts und wird in aller Regel auf die Zeitachse bezogen. Damit ist schnell klar, wofür Retro Konsolen eigentlich stehen, nämlich für Fundstücke aus einer längst vergangenen Zeit, deren Technik zwar längst mehrfach überholt ist, nicht aber der Geist, der ihnen innewohnt.

Nostalgie: ein nicht zu unterschätzendes Gefühl

Der Mensch und seine Erinnerungen: Gerade die guten Zeiten sind es, an die gerne zurückgedacht sind. Liebhaber von Videospielen blicken dabei häufig auf Erinnerungen zurück, in denen Konsolen der alten Generation eine wichtige Rolle spielen. Es war eine Zeit vor der xBox und vor der ersten PlayStation, eine Zeit, in denen der Markt ausschließlich aus Sega und Nintendo bestand. Gameboy gegen Game Gear, NES gegen Master System und Super Nintendo gegen Mega Drive lauteten die Duelle, die die Spielerschaft entzweiten und täglich für Gesprächsstoff sorgten. Ausgefochten wurde der Kampf um die Gunst vor allem durch die Aushängeschilder beider Konsolenreihen: Mario und Sonic. Auch wenn Sonic heute nur noch gelegentlich als Franchise in Erscheinung tritt, ist seine Bedeutung dem echten Konsolenfreund immer noch bewusst. Denn während eine Konsole beim Erscheinen der neueren Generation zunächst aufs Abstellgleis gerät, folgte viel später eine Zeit, in denen dem alten Goldstück eine ganz neue Bedeutung beigemessen wurde. Aus diesem Grund verhält es sich mit Klassikern wie Mega Drive, Gameboy, NES oder sogar dem Atari 2600 wie mit einem guten Wein: Es lohnt sich, ihn im Schrank zu haben, selbst dann, wenn er nie wieder hervorgeholt wird.