Jeder kennt ihn, jeder liebt ihn, jeder hatte ihn – Der gute alte Gameboy
Alles begann im Jahr 1989: der Epoche des Gameboys. Das portable Gerät aus dem Hause Nintendo begeisterte Schulkinder, Jugendliche und erwachsene NES-Fans gleichermaßen; eine Faszination, die bis heute anhält, da alleine der Besitz eines Gameboys gedanklich weit zurückführt in eine Zeit der Jugend und Leichtigkeit. In diesem Zusammenhang fällt meistens auch ein weiterer Begriff aus jener fernen Dekade: Tetris.
Stein auf Stein: Drehen, Wenden, Senken und Freuen
Keine andere Konsole – weder im portablen noch im stationären Bereich – ist dermaßen eng mit einem ganz bestimmten Spiel verknüpft wie der Gameboy. Der Name dieses Spiels, Tetris, ist selbst Menschen ein Begriff, die Zeit ihres Lebens nichts mit Videospielen zu tun hatten. Der Erfolg des Gameboys ging also direkt mit der Beliebtheit von Tetris einher, und das ist kein Wunder, war Tetris doch schließlich das erste und einzige Spiel, das in der Anfangsphase des Gameboy erhältlich war. Wer einen Gameboy kaufte, kaufte also zwangsläufig auch Tetris.
Der Gameboy über die Jahre: eine Abnehmkur sondergleichen

Der Weg des Gameboy ist nicht nur ein überaus erfolgreicher, sondern auch von vielen Veränderungen gesäumt. Diese waren sowohl von technischer als auch von optischer Natur – was ohnehin oft zusammenhängt – und sind nur ein weiteres Zeugnis für die Popularität des Gameboys, der sich in all seinen Varianten über, sage und schreibe, 15 Jahre hielt. Chronologisch betrachtet macht also der Ur-Gameboy aus dem Jahr 1989 den Anfang. Trotz der überragenden Verkaufszahlen häuft sich schon bald die Kritik an der Größe und vor allem am Gewicht des Handhelds, sodass Nintendo 1996 die Pocket-Version nachreicht. Diese ähnelt ihrem Vorgänger in Farbe und Form, überzeugt aber durch ein besseres Display und schlankere Abmessungen. Den nächsten Punkt auf der Liste der Verbesserungen stellt nur zwei Jahre später der Gameboy Color dar, der anstelle von nur vier Grautönen bis zu 56 Farben darstellen konnte. Die Abwärtskompatibilität der Spiele ist durch die Farbe der Module gekennzeichnet; während schwarze Module auch auf älteren Gameboys spielbar sind, können die transparenten Spielmodule nur auf dem Color eingesetzt werden.
Fortschritt statt Stillstand: Advance
Der größte Schnitt in der Geschichte des Gameboys findet schließlich im Jahr 2001 statt, als die Form des klassischen Game Boys durch den Game Boy Advance ersetzt wird. Ausgestattet mit nagelneuer Technik und ebenso neuen Abmessungen läutet er das neue Jahrtausend für Konsolenspieler ein. Noch kleinere Module, verbessertes Farbdisplay und Spiele wie Pokémon, Mario Kart und Zelda lassen den GBA nahtlos an die Bilanz seiner Ahnen anknüpfen, bis der Nintendo DS im Jahr 2004 am Horizont erscheint und den Ausklang der Gameboy-Ära sanft einläutet.