Sega Mega Drive

Der Spaßfaktor aus Kindertagen ─ Der Sega Mega Drive

Der Mega Drive gehörte zur vierten Generation der Spielekonsolen und damit zur 16-Bit-Ära. Als Antwort auf Nintendos NES entworfen setzte der Mega Drive direkt eine Stufe höher an und gilt im Nachhinein als Konkurrent des S-NES, ebenfalls mit 16 Bit ausgestattet, der aber erst eineinhalb Jahre später erschien. Mit einem Alter von inzwischen mehr als 20 Jahren ist der Sega Mega Drive zwar nicht mehr schlagzeilenfüllend, genießt sein Leben jedoch in den Händen unzähliger Sammler, die die schwarze Konsole mit dem auffälligen Design auch heute noch zu schätzen wissen.

Ein Name als Statement: Mega Drive

Der Mega Drive erschien in Europa gegen Ende 1990. Die Namensgebung war dabei rein symbolischer Natur, da Mega für technische Überlegenheit stand und Drive die dazugehörige Dynamik und Schnelligkeit vermitteln sollte. Eine Ausnahme machte hierbei bloß Nordamerika, wo das System unter dem Namen Genesis vertrieben wurde.
Durch Nintendos Vorherrschaft in Nordamerika und die damals unerreichbare Position des Super Famicon auf dem japanischen Markt galt Europa als wichtigster Markt für den Mega Drive. Wie so oft, kam es jedoch anders als gedacht: Als stärkste Region entpuppte sich schon kurz nach Veröffentlichung Brasilien, das damals wie heute nicht gerade zu den stärksten Absatzmärkten zählte. Gemeinsam mit seinem Vorgänger, dem Master System, gelang dem Mega Drive ein Marktanteil von 75 Prozent; ein Wert, der in keiner anderen Region der Welt erreicht wurde. Die Liebe zwischen Mega Drive und der brasilianischen Spielerschaft hält bis heute an, denn während der Mega Drive in Japan, Europa und Nordamerika vorwiegend als Retro-Konsole behandelt wird, werden in Brasilien bis heute lizenzierte Nachbauten produziert – und auch verkauft. Damit gelingt dem Mega Drive ein unvergleichlicher Zeitsprung zwischen den Welten. Spiele wie Aladdin, Ecco the Dolphin, König der Löwen und natürlich Sonic the Hedgehog 2 gehören also längst nicht zum alten Eisen, sondern warten darauf, eingelegt und gespielt zu werden.

Hardware-Upgrade mit Biss: der Mega Drive mit 32X

Normalerweise folgt eine Konsole stets auf die andere. Der Übergang von Mega Drive zum Nachfolger Saturn verlief jedoch anders. 1994 brachte Sega das 32X-System auf den Markt, eine Erweiterung für den Mega Drive, die in dessen Spiele-Schacht eingesteckt wurde und den Mega Drive damit zum 32-Bit-System machte. Kurze Zeit später erschienen Mega Drive inklusive 32X in Nordamerika als komplettes 32-Bit-Gerät, das die Zeit bis zum Erscheinen des Saturn zusätzlich verkürzte.