Das spielt man besser nicht alleine: Silent Hill PS 3
Dass ein „stiller Hügel“ kein Ort ist, an dem lebendige Fröhlichkeit erwartet wird, schwingt bereits in der Natur des Namens mit. Dass jener Ort, der Silent Hill, für unsagbares Grauen steht, wird allerdings nicht zwangsläufig erwartet. In jedem Fall setzt auch Silent Hill: Homecoming, das Debüt der Serie auf der PS 3, die Tradition fort, dass es besonders nachts nicht unbedingt alleine gespielt werden sollte.
Blick zurück: der Anfang des Grauens
Der erste Teil von Silent Hill erschien 1999, oder besser gesagt: drei Jahre nach Resident Evil. Diese Verknüpfung ist insofern interessant, als dass Silent Hill in Sachen Atmosphäre und Gruselfaktor das erste und einzige Spiel war, das Resident Evil, dem Meister allen Konsolen-Horrors, ernsthaft Paroli bieten konnte. Inzwischen hat sich die Lage jedoch geändert. Denn auch wenn Resident Evil weiterhin mit großem Erfolg produziert, beklagen doch viele Fans die Entwicklungs- vom Horror-Abenteuer zum acionlastigen Shooter. Silent Hill dagegen bleibt seiner Linie treu: Auch auf der PS 3 steht die düstere, beklemmende Atmosphäre klar im Vordergrund. Damit trägt Silent Hill die Flagge, die Resident Evil einst hisste, mittlerweile alleine auf seinen recht breiten Schultern.
Silent Hill: Homecoming
Wer Silent Hill spielt, wird sich schnell damit abfinden müssen, überwiegend durch schwach beleuchtete, triste Räumlichkeiten zu marschieren. Obwohl Kämpfe eine wichtige Rolle im Werdegang des Alex Shepherd spielen, können die Aufgaben in Shepherd´s Glen nicht bloß durch reine Gewalt gelöst werden. An dieser Stelle tritt der Adventure-Gehalt des Spiels zutage, und zwar durch zahlreiche Rätsel, die Türen dort öffnen, wo Feuerkraft versagt. Die Gegner des jungen Protagonisten geben dabei nur wenig Anlass zu Fröhlichkeit: Missgestaltete Kreaturen, vergleichbar mit Zombies und Untoten und ebenso wenig Erbarmen, warten hinter jeder Ecke und jeder Tür darauf, Shepherd den Garaus zu machen. Die Tatsache, dass es in Silent Hill: Homecoming sehr viele Ecken und Türen gibt, macht die Sache umso schwerer.
Zusammenfassend ist es also fast schon überflüssig, Silent Hill als reines Erwachsenenspiel zu klassifizieren. Grund dafür ist zum einen die überaus explizite Gewaltdarstellung, zum Anderen das absolut Nerven zerfetzende Setting. Die Originalversion wurde von den bekanntermaßen strengen deutschen Behörden nicht bloß auf USK 18 gesetzt, sondern sogar indiziert und beschlagnahmt.
Doch für harte Gamer erhöht dies bloß den Reiz des Spiels.