Der Wahnsinns-Kinoerfolg zum Nachspielen auf der Konsole. Avatar PSP rockt!
Blaue, menschenähnliche Wesen, grüne Landschaften und fantastische Flugtiere: All das gibt es nur auf Pandora, dem magischen Planeten, der 2009 neue Standards auf der Kino-Leinwand setzte. Obwohl die beeindruckenden 3D-Effekte dem Zuschauer das Gefühl verliehen, mehr als nur Zuschauer zu sein, geht es sogar noch interaktiver, nämlich mit Avatar auf der PSP. Das Motto lautet also: Anschnallen, Durchatmen und Loslegen.
In guten Händen: Ubisoft, Ikone am Spielehimmel
Wie der Titel Avatar selbst, ist auch der Name Ubisoft alles andere als unbekannt. Da große Aufgaben große Fähigkeiten erfordern, ist die Wahl Ubisofts als Entwickler durchaus verständlich. Das Spiel beginnt in den Wäldern Pandoras, wo ein namenloser Krieger der Na´vi darauf wartet, seine ersten Befehle von der PSP-Tastatur zu bekommen. Wer den Film gesehen hat, wird von dem Rollentausch nur wenig überrascht sein, schließlich stellen die naturverbundenen Na´vi das genaue Gegenstück zur gierigen Menschheit dar. Diese darf logischerweise auch in der PSP-Version die Gegenseite spielen. Damit enden die Gemeinsamkeiten zwischen Spiel und Film auch schon, denn die Story, die Millionen Zuschauer in ihren Bann zog, rückt im Spiel völlig in den Hintergrund. Auch das darf als klare Aussage gewertet werden, dass es vor allem um die eigentliche Action geht – und natürlich, dass jeder Spieler seine eigene Geschichte schreiben kann.
Leise, schnell und effektiv: die Kämpfer Pandoras
In der Haut eines Na´vi-Kriegers bekommt der Spieler schnell einen Eindruck davon, was es bedeutet, dem Menschen körperlich haushoch überlegen zu sein. Neben Na´vi typischen Waffen wie Stab und Bogen darf auch von der Geschicklichkeit der blauen Kämpfer Gebrauch gemacht werden. So ist ein Frontalangriff längst nicht immer die beste Wahl: Heimliches Anschleichen von hinten, gefolgt von einer kurzen Attacke lässt jeden Gegner verstummen, bevor er sich der Situation überhaupt bewusst wird. Zudem vermindert es die Gefahr, bleihaltige Luft im Kugelhagel einzuatmen. Leisetreter sind also gefragt und kommen voll auf ihre Kosten. Diese Methode ist allerdings nicht verpflichtend. Wer eine Rambo-Note ins Spiel einbringen will, darf dies gerne tun, solange er sich der Konsequenzen bewusst ist. Die fliegenden Banshees sind übrigens auch mit von der Partie, natürlich auf der Seite des Na´vi-Spielers, der in den Genuss kostenloser Flugstunden kommt. Als einziger Kritikpunkt sei angemerkt, dass Avatar PSP keinen Multiplayer-Modus besitzt, was durch die Atmosphäre der bunten Welt jedoch schnell in Vergessenheit gerät.