Fußball klappt auch auf der Konsole. Fifa 11 PSP sorgt für das richtige Feeling
Nur die wenigsten PSP-Besitzer kommen um Fifa 11 herum. Große Namen, herausragende Technik und gefüllte Stadien versprechen fußballerische Vollwertkost, die in diesem Maße ihresgleichen sucht. Neben dem eigentlichen Balltreten erwarten den Spieler auch kaufmännische und strategische Aufgaben, die Fifa 11 erst zu dem machen, was es eigentlich ist: einer Fußballsimulation.
Und jährlich grüßt das Fußballtier
Die rhythmische Ankündigung einer neuen Fifa-Episode ist mittlerweile zur Routine geworden. Die Steigerungen zwischen den Teilen sind daher eher stufenlos als sprunghaft zu verstehen, auch wenn manche Features größere Veränderungen bringen als andere. Bei Fifa 11 beginnen diese bei der äußerst sensitiven Steuerung, was wohl auch der gelungenen Architektur der PSP zu verdanken ist. Die portable Sony-Konsole prädestiniert, für stete Handlungsfähigkeit auf dem Feld zu sein, ob beim Eckball, beim Konter oder beim Elfmeter. Grund dafür ist das sogenannte 360°-Dribbling-System. Für einen flüssigen und effektiven Spielablauf sorgt derweil die verbesserte KI aller Computer-Kicker, deren Wissen um Dinge wie Laufwege, Abseits und Raumaufteilung spürbar größer geworden ist.
Und wo schon von Intelligenz die Rede ist, darf auch direkt ein Blick auf den Bereich von Fifa 11 geworfen werden, in dem es weniger um Reaktionen und Fingergeschick geht, dafür aber umso mehr um Überblick, Gespür und Entscheidungsfreudigkeit.
Vom Neuling zum Superstar: der Karrieremodus
Der Unterschied zwischen Fußballspiel und -simulation definiert sich an vorderster Front über den Karrieremodus. Der Karrieremodus vereint die spielerischen Elemente von Fifa 11 mit dem Tiefgang bekannter Managerspiele. Bedeutet: Laufarbeit auf dem Rasen in Kombination mit bürokratischen Aufgaben – die ideale Balance also. Da Vereine in der Realität auch nicht bloß aus Spielern und Managern bestehen, bietet Fifa 11 PSP den Mittelweg, als Spielertrainer zu agieren. Der Chef an der Seitenlinie wird damit auch zum Chef auf dem Platz und kann seinen Untergebenen zeigen, dass er nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis das Zentrum der Mannschaft ist. Eine Brise internationalen Flairs gelangt in Form von Weltmeisterschaften auf den Bildschirm, deren Ausgang von Bedeutung für den weiteren Werdegang von Spieler und Trainer ist. Unter dem Stichwort RUHM werden dabei alle Erfolge zusammengefasst, die der Spieler bislang vorzuweisen hat. Auch hiervon hängt der weitere Weg ab: Durch wachsenden Ruhm werden auch die Angebote anderer Vereine lukrativer, sodass das Fernziel, eines Tages in die Fußstapfen von Trainergrößen wie Jose Mourinho oder Spielerlegenden wie Leo Messi zu treten, mit jedem Match ein Stück näher rückt.