Mario Kart Nintendo DS

Doppelter Mario Kart Spaß bei zwei Bildschirmen im Nintendo DS

Mario Kart steht für nicht ganz so ernst gemeintes Rennvergnügen. Anstelle von Ideallinien und der Hatz auf das fehlende Zehntel sind in Mario Kart der kluge Einsatz von Extras sowie eine Portion Ellenbogen gefragt, denn die Gegner, ob virtuell oder real, zögern nicht, ungeliebte Kontrahenten ganz schnell ins Abseits zu befördern. Neben dem seit Jahren bewährten Spielprinzip verfügt Mario Kart Nintendo DS über einige echte Specials, die wirklich nur auf dem DS zu finden sind.

Doppelt sehen, doppelte Effizienz: die Kraft der zwei Displays

Die Hauptansicht über Fahrer und Feld ist auf dem oberen Display zu sehen. Der zweite Bildschirm, zwischen den Tastenfeldern gelegen, fungiert als nützliche Erweiterung. Hier kann wahlweise eine Übersicht bezüglich der gesamten Rennsituation angezeigt werden, oder auch die aktive Umgebung des Spieler-Karts. Besonders in engen Momenten kurz vor der Zieleinfahrt, wenn es darauf ankommt, bloß nicht abgeschossen zu werden, ist diese Zusatzperspektive mehr als hilfreich. Dass Mario Kart DS nicht bloß eine portable Adaption für den DS ist, sondern speziell auf Nintendos Handheld zugeschnitten, zeigt sich auch in der Verwendung der Select-Taste, die ansonsten in kaum einem Spiel wirklich ins Geschehen eingebunden ist. Im Duell-Modus namens Ballonbalgerei wird die Select-Taste nämlich benötigt, um den Ballon durch häufiges Drücken aufzublasen und einsatzbereit zu machen; eine knifflige Zusatzaufgabe, die höchste Aufmerksamkeit verlangt, schließlich ist es nur wenig ratsam, den Gegnern mit halb fertiger Bewaffnung entgegenzutreten.

Die Charaktere: Größe und Gewicht zählen sehr wohl

Wie schon auf der Game Cube-Version unterteilt auch Mario Kart DS das Fahrerfeld nach Gewichtsklassen. Diese lauten leicht, mittel und schwer und tragen wesentlich zum Fahrverhalten bei. Während leichte Fahrer, beispielsweise Yoshi oder Toad, ihre Stärken bei Beschleunigung und Handling haben, erreichen sie nur niedrige Höchstgeschwindigkeiten. Zudem können sie leichter von der Strecke gedrängt werden. Schwergewichte wie Wario oder Bowser kommen nur schleppend in Fahrt, doch einmal auf Geschwindigkeit, hält sie so leicht nichts mehr auf, abgesehen vom schwerfälligen Handling in den Kurven vielleicht. Durchschnittlich geformte Figuren wie Mario und Luigi dagegen stellen einen Mix aus den genannten Stärken und Schwächen dar; sie sind gewissermaßen die Multitalente, die nirgendwo überragen, aber auch keine echten Schwächen haben, höchstens dort, wo der Spieler hinter der Konsole Schwächen zeigt. Diese treten spätestens in der höchsten Klasse, der 150cc-Klasse zutage. Nostalgiker und Retro-Fans können sich dabei freuen, dass sich zumindest in der Aufteilung der Rennklassen nichts geändert hat: 50cc, 100cc, 150cc und 150cc gespiegelt umfassen so ziemlich jeden Schwierigkeitsgrad, den Mario Kart-Fahrer sich wünschen können.