Just Cause 2 xBox 360

Just Cause 2. xBox 360. Mehr geht nicht.

Nur geschichtlich bewanderte Spieler werden aus dem Titel Just Cause ableiten können, in welche Richtung es geht. Angelehnt an die gleichnamige US-Invasion in Panama 1989 spielt auch Just Cause in tropischen Gefilden, ebenfalls vor dem Hintergrund einer mächtigen amerikanischen Geheimorganisation. Dass diese in Just Cause einfach nur The Agency heißt anstatt CIA, ändert nichts an der Offensichtlichkeit der thematischen Verwandtschaft.

Urlaubsfeeling im Hintergrund: Just Cause 2 xBox 360

Auch Just Cause 2 wartet mit tropischer Kulisse auf, diesmal allerdings nicht in südamerikanischen Breitengraden, sondern im fernen Südostasien. Panau, so der fiktive Ort des Geschehens, ist eine palmengesäumte Insel mit weißen Stränden und blauem Meer. Erfahrene Shooter-Spieler werden sich unweigerlich an Far Cry erinnert fühlen, doch damit enden auch schon die Gemeinsamkeiten. In der Rolle des Agenten Rico Rodriguez gilt es einmal mehr, einen zwielichtigen Präsidenten zu stürzen; ein Ziel, für das jedes Mittel recht zu sein scheint. Um sich die Unterstützung von Guerilla-Truppen wie den Ular Boys oder den Reapern zu sichern, muss Rodriguez zunächst um deren Gunst werben. Das geschieht per Erfüllung verschiedener Missionen, die auch Kleinigkeiten wie das Einnehmen einer Festung beinhalten. Angesichts der Fähigkeiten von Agent Rodriguez entpuppt sich so mancher Drahtseilakt tatsächlich als leichte Kost, und das ist vor allem dem Spielprinzip geschuldet. Das Stichwort lautet nämlich: Akrobatik.

Von Waghalsigkeit und Chaos: die verrückte Welt von Just Cause

Just Cause begnügt sich nicht mit handelsüblicher Action wie Schussgefechten oder Sprüngen mit sauberem Abrollen. Ganz im Sinne von Superhelden wie James Bond oder Rambo kennt Agent Rodriguez kaum Grenzen, wenn es darum geht, körperliche Fähigkeiten auszuloten. Windsurfen am Auto, Spaziergänge auf fliegenden Flugzeugen und lustige Hangelspiele an den Kufen eines Helikopters sind nur einige der Skills des Einzelkämpfers, um die Schergen des Diktators auszudünnen. Ein in die Jacke eingebauter Fallschirm unterstützt die Ernsthaftigkeit solcher Aktionen. Neu ist, dass chaotische Zustände in Just Cause 2 absichtlich herbeigeführt werden müssen, um Unruhe in den Reihen des Diktators zu schüren, was wiederum zu neuen Informationen und größerem Handlungsspielraum für den Protagonisten führt. Selten machte es also mehr Sinn, in einem Videospiel Zeit auf die blindwütige Zerstörung aller möglichen Objekte zu verwenden – vom Spaß an der mutwilligen Sachbeschädigung ganz zu schweigen.